RELIQUIEN

3x Fine Art Prints | Edition C | incl. Passepartout Außenmaß: 18 x 24cm |

jeweils Limitiert & Signiert

SET 1 | 5x Fine Art Prints | Edition C | Limitiert & Signiert | 1x Fotobuch: MAKRO MONEY - DER SCHÖNE SCHEIN | signiert

280,00 €

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Wie schwerwiegend Wirtschaft und Religion in der Wirtschaftskrise dennoch ineinandergreifen, lässt sich am Thema Geld ausgezeichnet zeigen – setzt das Vertrauen in das Leitmedium Geld zu manchen Zeiten doch einen Glauben voraus, der einer metaphysischen Begründung einer Religion an Irrationalität in nichts nachsteht. Umgekehrt wird der Glaube an das Geld zu einem konkurrierenden Substitut von Religion, wie der Kult um das Goldene Kalb oder die Verehrung des Mammons historisch belegen. Die grandiosen Vorzüge einer Welt mit Geld gegenüber einer Welt ohne Geld lassen sich in der Betrachtung seiner drei Funktionen erkennen: Wertaufbewahrung, Bewertung und Tauschmittel.

Der US-Dollar etwa weist mit den berühmten Worten In God we trust auf den Vertrauensaspekt hin, der hier eine eindeutig religiöse Rückversicherung durch die irdisch und institutionell nicht hinterfragbare Autorität der (gemeinsamen) Religion erfährt. Eine irdisch-institutionelle Variante lesen wir auf der Note des Britischen Pfunds: I promise to pay the Bearer on Demand the sum of One Pound, unterschrieben vom Chief Cashier der Bank of England. Die Schweizerische Nationalbank hingegen gibt als Autorität auf den Noten des Frankens an: «Banknoten sind strafrechtlich geschützt», und auf dem Euro stehen nur noch die vier Zeichen «© EZB» – Copyright: Europäische Zentralbank. Der Glaube an das Geld bezieht sich also auf die Institutionen und ihr Versprechen in seine Funktionalität.

Wenn das Geld aber nicht mehr gut funktioniert, etwa in Währungskrisen, wenn es also anfällig ist und die Reputation des Ausstellers sinkt, sinkt auch die Anzahl seiner Nutzer. Diese weichen auf andere Währungssysteme oder im Fall der Wertaufbewahrung auf andere Investitionsmöglichkeiten oder Werte aus, um die Geldfunktionen zu realisieren. Das Versprechen – besonders beim Giral- und Buchgeld – bedarf der glaubwürdigen Deckung und Erfüllung: Geld muss glaubhaft sein. (Auszug Wikipedia)