Wer ist Pete Jones?

Pete Jones kommt in der Mainmetropole zur Welt und entdeckt durch Zufall die Faszination der Fotografie. Begeistert von der Zeichentrick Kinderserie "Herr Rossi sucht das Glück" beginnt er seine Reise zunächst als Musiker. Er tingelt eine Zeit lang durch die Welt, beginnt als Autodidakt zu Filmen und schliesst das Studium der Frankfurter Schule erfolgreich ab. Seit 2003 lebt er abwechselnd in Frankfurt am Main und München. Nach eigener Aussage ist er gerne Nachts unterwegs.

 

Zur Zeit arbeitet er an der auf drei Hauptteile angelegten Sammlung Jones, die seine Arbeit mit verschiedenen fotografischen Apparaten dokumentiert. Die Sammlung Jones ist außerdem eine künstlerische Plattform und veröffentlichte bisher musikalische, filmische und fotografische Arbeiten. Pete Jones zeigt seine Arbeiten mit Buchprojekten und Internetauftritten. Für private Sammler fertigt Pete Jones Originaldrucke in kleinen limitierten Auflagen.

 

 „Ich bin ein Sammler; eine Art Fotosoph und Hipstamatiker.“

 

Die Sammlung Jones entsteht, so beschrieb es der Künstler einmal, zunächst aus Langeweile heraus. Den Diskurs der Gegenwart sieht er als dogmatisches Verfahren, das sich fern aller Innovation immer wieder im Austausch der gleichen Argumente und Perspektiven zerfasert. Um dem etwas entgegenzusetzen, übt Pete Jones den Blick auf das Zufällige, Unschöne, Nebensächliche – er fokussiert das Noch-nie-ins-Auge-Gefasste. Sein eigener künstlerischer Beitrag ist das Sortieren und Zusammenfassen des Materials, das sich im Laufe der Zeit angesammelt hat.

Der erste Hauptteil der Sammlung Jones ist das Buch „Eine Dokumentation über Vergänglichkeit und Glück“ (Eigenverlag 20008). Pete Jones dokumentiert darin Stencils, die ihm auf seinen Reisen weltweit begegneten. In diesen Stencils – gesprayte Schablonen Kunst der Straße „Street Art“, deren Autoren zumeist unbekannt sind – erkannte er die Verbindung zu Themen wie Werbung, Kunst, Vandalismus, Vergänglichkeit und Glück. Im Subtext der Arbeit geht es immer um die Frage nach Besitz und Gestaltungsrechten im öffentlichen Raum.

„Makro Money“ ist der zweite Hauptteil der Sammlung Jones; Banknoten sind das Sujet dieser Arbeiten. Pete Jones nähert sich seinem Gegenstand mit höchster, fast chirurgischer Präzision. Doch er nimmt keine Eingriffe vor, sondern bemüht sich „nur“ um eine bessere Wahrnehmbarkeit des Geldes und erschafft damit eine neue, nie da gewesene Sichtweise auf die Schönheit von Banknoten und die Facettenhaftigkeit von Geld. Papiergeld wird dabei beleuchtet, durchleuchtet und erbarmungslos genau betrachtet. Die Arbeiten stellen die Frage nach Vertrauen, Glauben, Kunst und Macht. Das Buch „Makro Money“ (Eigenverlag, 2013) ist noch erhältlich.

 

Der Abschluß und gleichzeitig dritte Hauptteil der Sammlung Jones trägt den Titel „Ritsch Ratsch Klick - Ein Fotosophisches Manifest ... und warum Jesus kein Fotograf war“ (Eigenverlag 2017). Die Aufnahmen entstanden mit einem Smartphone und der Retro App Hipstamatic. Pete Jones fragt, was ist Wahrheit und was ist Normal, wenn durch die Dauerpräsenz des Spektakulären die Wahrnehmung für das Normale verzerrt wird? Rein praktisch gesehen ist Wirklichkeit dass, was wir um uns vorfinden und wahrnehmen; und Wahr ist das, woran wir glauben. „Du kannst den Künstler jetzt auf seinem Bildapparat anrufen,“ sagt Pete Jones, der seine Telefonnummern nicht weitergibt. Sein Interesse gilt den Brüchen rechts und links der alltäglichen Realität. Mit einer spielerischen Unbedarftheit trifft die Smartphone Fotographie auf die Welt professioneller Pressetermine und offizieller Anlässe. Es entsteht eine neue Wahrheit und Sicht auf Dinge, die man im Alltag gerne übersieht. Das Buch spielt mit Begriffen, Bildern, Emotionen und setzt sich mit Wahrheit, Wirklichkeit und dem Selbstbetrug durch die eigene Wahrnehmung auseinander. Ab sofort erhältlich.

 

"Das Smartphone hat beispielsweise das Leben in vielen Bereichen verändert, die Fotografie ist ja nur ein Teil davon. Interessant in diesem Zusammenhang ist der Gedanke, dass die Demokratie an sich nicht auf Rentabilität ausgelegt ist, es aber dennoch zu einer Ökonomiesierung und Selbstoptimierung aller Lebensbereiche gekommen ist. Es wirkt fast so, dass heutige Gesellschaften gar nicht so frei zu sein scheinen, wie die Bilder in den Zeitschriften oder Chats suggerieren. Mit der Wortschöpfung Fotosophie setze ich dem Effizienz- und Nützlichkeitsdenken, das als Gesellschaftsmaxime existiert, etwas entgegen."

 

Die Person Pete Jones.

Pete Jones ist ein freischaffender Künstler, dessen Werk ohne die Unterstützung seines breiten Freundeskreises nicht denkbar wäre. Der Name ist ein Pseudonym, zusammengesetzt aus den Vornamen der beiden ersten Unterstützer, die von Anfang an den Künstler, seine Werke und "Die Sammlung Jones" geglaubt haben.